Sonntag, 14. Februar 2016

Omikuji Glücks-Lotterie

Wer in Japan Urlaub macht oder lebt, wird bestimmt den einen oder anderen Tempel / Schrein besichtigen. Dort findet man die Omikuji. Ich hatte in einem Post davor es als Horoskop beschrieben, wahrscheinlich passt Glücks-Lotterie besser. (?) 
Verschiedene Beispiele wie Omikuji aussehen können.
Das ganze Set - Umschlag, Omikuji und Figur.
Die Figur ist nicht bei jedem Omikuji dabei.
(Diesen habe ich vom Takaosan)
Also das Omikuji (おみくじ - 御御籤 ー 御神籤 (steht meist in Hiragana geschrieben))ist ein kleines, längliches Stück Papier, wo drauf steht was für ein Glück man (gezogen) hat. Es gibt Glück  kichi (きち ー 吉)und Pech kyou (きょう ー 凶)welches auch nochmal in großes (大)、mittleres (中)und kleines (小)Glück oder Pech aufgeteilt wird. (Es gibt auch noch weitere Unterteilungen, aber die habe ich bisher noch nie gesehen.) Neben den allgemeinem Glück oder Pech, steht auch noch eine ganze Reihe andere Dinge und Ratschläge. Z.B. für Beruf, Gesundheit, Lernen, Reise, Liebe ect. .
Meistens ist es in etwas schwierigen Japanisch geschrieben. Ich kann meistens nicht alles verstehen und muss meine Freundin um Übersetzung bitten. (OK, wirklich verstehen tue ich es fast nie. Ich versuche mir, mit der Bedeutung der Kanjis die ich kenne, den Inhalt zusammen zu reimen. haha) Inzwischen gibt es bei den größeren Tempel und Schreinen, die einen hohen touristischen Zulauf haben, auch Omikuji in Englisch. Zum Beispiel der Tempel in Tokyo, Asakusa.
Aber wie bekommt man die Omikuji? Da gibt es unterschiedliche Wege. Der einfachste. Eine etwas größere Holzbox wo "Omikuji" drauf steht. Auf der Oberseite befinden sich 2 Löcher. In dem einen wirft man Geld rein. Meistens 100 ¥, manchmal auch 200 . Und dann zieht man aus dem anderem Loch sein Omikuji. Welches klein gefaltet ist.

Zur besseren Erläuterung. ^^
Ich weiß das ich mich mit Worten manchmal etwas kompliziert ausdrücke.

Dann gibt es noch die Version, dass man einen Zylinder schüttelt. Der Zylinder hat ein winziges Loch oben. Also man schüttelt es und dreht den Zylinder dann um. Aus dem kleinen Loch kommt dann ein dünner Holzstab mit einer Nummer (jap. Nummer). Den Stab gibt man dann einen Mitarbeiter vom Tempel. Oder, was häufiger vorkommt, man sucht sich seine Nummer selber. In dem Fall stehen ein Haufen kleiner Schubfächer dort. Also selbe Nummer wie auf dem Stäbchen geschrieben ist suchen und das erste Blatt von oben nehmen. (nicht schummeln und nach dem größten Glück suchen ;) ) Und nicht vergessen das Holzstäbchen wieder in den selben Zylinder zu stecken. 


Sollte man ein "Pech-Los" gezogen haben, dann bindet man diese meisten direkt am Tempel oder Schrein an. Dafür gibt es einen bestimmten Platz, den man sofort erkennen wird. Weil dort bestimmt schon ein Haufen anderer Zettel hängen werden. Traditionell hängt man sie an eine Kiefer. Die heißen Matsu (まつ - 松) auf Japanisch, dasselbe Wort welches auch "warten" (まつ - 待つ) heißt. Bedeutet das nun das Pech dort verweilt und nicht mitgenommen wird. 

Meine Freundin hat übrigens immer etwas angst, wenn sie das größte Glück (大吉)zieht. Sie meint höher kommt man nicht, also kann es ja nur noch bergab gehen. Interessanter Gedanke, finde ich. 

Dienstag, 26. Januar 2016

Endlich - ENDLICH

..habe ich den JLPT N2 bestanden!! ~wuhuuu~
Ich hatte mich per Internet angemeldet und dort sind die Ergebnisse seit heute zu sehen. 
Ich habe gestern mal wieder etwas länger an meinen Hausaufgaben gesessen und wollte mich ablenken. Dabei kam ich auf die Idee mal zu schauen wann denn die Ergebnisse kommen. (ja, ich weiß, ich lerne/mache Hausaufgaben sehr konzentriert..)Und das sollte am 26.01. sein. Weil es eh schon kurz vor Mitternacht war, haben die 10 Minuten länger am PC sitzen auch nichts mehr ausgemacht.. ;)
Und dann stand dort dieses wunderbare Wort "passed".  Ich bin echt glücklich darüber. Mir standen sogar Tränen in den Augen! haha *Dramaqueen!*Auch wenn ich zugeben muss, es ist nicht das beste Ergebnis. Aber egal bestanden ist bestanden. ^^ 
Damit wäre eine Last genommen. Aber Tests stehen mir immer noch bevor.. 
Gestern hatte ich einen "Hochzeitplaner"-Test, ich hatte nur 50 Minuten Zeit, habe auch relativ viel geschafft, aber ich ich weiß das ich einige Kanji verkehrt geschrieben habe und somit die ganze Antwort nicht zählt.. 
Seit heute habe ich auch wieder eine Woche lang Halbjahres- Endexamen, oder wie auch immer ich es nennen soll. ^^
Und übernächste Woche stehen Tests über "Dress coordinater" und "Windows Excel" an.
Das Ergebnis von meinem ersten Toeic-Test stehen auch noch aus. 
(Diese Schule mit all den Tests macht mich noch fertig.. :D) Ich hoffe im zweitem Jahr geht es etwas ruhiger zu. Wobei ab jetzt schon das Jobhunting losgeht. Zumindest alles was mit Hochzeit zu tun hat. Hotels kommen erst später. Natürlich werde ich meine Erfahrungen bezüglich Bewerbungsverfahren in Japan hier nieder schreiben. Aber momentan gibt es noch nichts zu erzählen. 

Donnerstag, 14. Januar 2016

Frohes Neues!

Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht?

Allgemein war der Dezember ein Fressmaraton für mich. Anfang Dezember, mit nur wenigen Tagen Unterschied haben meine Freundin und ich Geburtstag. Und wir sind gleich 2x essen gegangen. Zu meinem Geburtstag in ein Restaurant wo man "all you can eat" Pizza essen kann und ein paar Tage später in eine Hotel-Bar. Es gab dort ein Buffet und "all you can drink". Und eine mega Aussicht hatten wir auch gehabt. Weihnachten habe ich mich mit 2 Klassenkameradinnen zum Mittagessen getroffen. Wir sind in ein ShabuShabu-Restaurant(しゃぶしゃぶ), wo es auch wieder "all you can eat" gab. (Vielleicht sollte ich mal mehr über Restaurants und essen in Japan schreiben?!) Ein paar Tage später hatte ich Bounenkai (忘年会ーぼうねんかい), das ist sozusagen die japanische Version einer Weihnachtsfeier, mit den Leuten meines Praktikums. Und eine kleine Silvester-Party hatte ich auch. 

Die Silvester-Party bestand nur aus 4 Leuten, aber wir hatten trotzdem jede menge Spaß. Anfang Dezember hatte ich meine Freundin gefragt、 ob sie nicht Lust hätte eine Party zu schmeissen, aber die hatte sie nicht. Also hatte ich mich schon damit abgefunden, als sie plötzlich um Weihnachten rum meinte das 2 Freunde kommen werden. Wir haben eine TakoPa Takozaki Party) gemacht. Viel gegessen, getrunken, gequatscht. Fernsehen geschaut, unter anderem eine kleine lesbische Story die im Fernsehen lief. Meine Freundin hatte diese aufgenommen und wir haben uns diese dann angeschaut. (Titel: Transit Girl, Sprache jap.) Nach Mitternacht sind wir dann zu einem Tempel gegangen. Der zum Glück nicht so voll war. (zu Neujahr strömen alle zu Schreinen oder Tempel um fürs Glück im neuem Jahr zu beten) Beim Tempel haben wir dann sogar die Glocke leuten dürfen. (macht man so zum Neujahr^^) Danach sind wir dann zu einem Schrein, um Omikuji(おみくじ) zu besorgen. Das ist sozusagen dein Jahreshoroskop(?). Es sagt halt wie es um Gesundheit, Beruf und mehr im neuen Jahr steht. Und auch allgemeines Glück. Meines war normal, meine Freundin hatte schlechtes Glück. (Ich denke darüber wird auch bald ein ausführlicher Blog folgen)

Am 1.1. 2016 ging es dann zum Grab, und am Nachmittag zu Freunden zum Essen. (zum Glück stelle ich mich nur auf Waagen, wenn ich zufällig eine im Onsen sehe oder so)
Seit letzter Woche hat meine Schule angefangen und die nächsten Tests stehen schon wieder an. .

Wie angekündigt werden bald Blogs zum Thema Omikuji und Restaurants folgen. :)

Sonntag, 15. November 2015

Halloween 2015

Halloween habe ich zu Hause verbracht, allein, und habe mir alte Horrorfilme rein gezogen   ....    natürlich nicht! Ich war feiern. Halloween ist inzwischen mein Lieblings Fest geworden. Einfach weil ich es mag mich gruselig zu verkleiden. XD

Also die erste Party fing am Abend um ca. 19 Uhr an. 30 Leute, die eine Privatparty in einem Restaurant hatten. Leider hatten die wenigsten ein Kostüm, was ich etwas schade fand. Aber gut, in Japan kleiden sich die meisten sowieso eher sexy oder hübsch anstatt gruselig. Mein diesjähriges Kostüm war Regan vom Film der Exorzist. Ich hatte mir dieses Jahr extra Nasenwachs, flüssiges Latex und Spirit Gum besorgt. Und hatte eine solche Vorfreude, das ich jeden um mich herum schon Wochen vorher genervt habe. *haha* Geübt hatte ich nicht wirklich und zu wenig Zeit habe ich auch eingeplant an dem Tag, also war es nicht ganz perfekt so wie ich es haben wollte. Aber auf den Weg zur Party haben viele Leute trotzdem nicht schlecht geguckt. ^^ Vielleicht lag es auch an meiner Kleidung: Schlafanzug und Hausschuhe. (Im Film trägt sie ja ein Nachthemd, das war mir dann aber doch etwas zu kalt.)
Meiner Freundin habe ich aus Zeitmangel schnell eine Zombie-Bisswunde ins Gesicht gezaubert. 

Einige Leute, auch ich + Anhang, sind später dann weiter gezogen zu einem Club. Also kein richtiger Club. An dem Wochenende fand zum ersten Mal ein "Rainbow-Fest" in Yokohama statt und die hatten auch eine Halloween-Party veranstaltet. Leider waren relativ wenig Leute vor Ort. Aber Spaß hatte ich trotzdem. Die Musik war gut und das Bühnenprogramm auch erträglich. 

Ich freue mich schon auf's nächste Jahr und bin auch schon am überlegen was mein Kostüm sein soll. Falls jemand Ideen hat, immer her damit. ^^ Auch plane ich nächstes Jahr beim "Zombie-Walk" mitzumachen. Ein kleiner Lauf der in "Menschen" und "Zombies" aufgeteilt wird. Die Menschen müssen das Ziel erreichen ohne von den Zombies erwischt zu werden. Ich hatte das im Fernsehen gesehen und dieses Jahr im Dezember findet sogar solch ein Lauf in Tokyo statt. Aber leider ist es der Tag an dem auch JLPT statt findet..


(Ich bin kein Fan davon Bilder von mir zu posten. Aber zumindest auf Instagram habe ich ein Foto von meinem Makeup.)

Montag, 2. November 2015

Takaosan

Vor kurzem bin ich mit meiner Klasse den Takaosan hoch gewandert. Wir mussten uns in Gruppen einteilen, und vorher schon unsere Route auswählen. 

Am Start gibt es 3 Wege, den Lift jetzt mal ausgenommen. (Den haben uns unsere Lehrer verboten) Der eine Weg teilt sich jedoch so fast in der Mitte noch einmal in 3 Wege auf. Ich bin mit meiner Gruppe Weg Nr. 1 gegangen. Und der Anfang von diesem Weg macht überhaupt keinen Spaß. D: Es ist ein betonierter, sehr steiler Weg. Und nach 10 Minuten ist man völlig alle. Zumindest ich war es. *haha* Ab dem Punkt wo der Lift seine Station auf den Berg hat, geht es aber ziemlich einfach nach oben. Es gibt ein paar Treppen die einen vielleicht ab und an mal den Atem stehlen, aber sonst ist es nicht mehr so anstrengend. Also für jederman machbar. Beim Weg Nr.1 kommt man an einem Tempel und Schrein vorbei. Und einen Affenpark gibt es auch. 
Ganz oben angekommen kann man dann eine Pause machen mit schöner Aussicht auf die Stadt und sogar Fujisan. Mir blieb der Anblick leider versagt, da es bewölkt war an dem Tag.. Auf den Weg nach oben/unten kommt man auch an so manchen Essenstand vorbei. Die unter anderem Dango und Tengu-Popel verkaufen.. -.- *haha* (Schokoladenkugeln)


Aussicht vom Gipfel

Trick-Art-Museum (Es kommt nicht so rüber bei dem Bild, aber ich hatte mich echt erschrocken)


Ich denke ich werde nochmal irgendwann, bei besserem, Wetter hinaufsteigen. Dann nehme ich aber den Lift zur Hilfe. Was auch ein wenig nervt ist der Weg zum Takaosan, weil man so einige Male umsteigen muss. Aber immerhin kommen die Züge regelmäßig und man muss nicht lange warten. 

Wer nach dem Bergsteigen noch Power hat, dem empfehle ich das Trick-Art-Museum direkt gegenüber von der Bahnstation. 

Hier noch ein Link über Takaosan


Sonntag, 1. November 2015

Hi

Wie immer, regelmäßig unregelmäßig, melde ich mich auch mal wieder. 

Life update: Ich will wieder Ferien haben. Derzeit habe ich kaum Zeit um irgendwas zu machen. Ich habe Schule, Arbeit, Praktikum am Wochenende, viele Tests stehen mal wieder an und wenn ich Freizeit habe ist meistens auch schon alles verplant. Bzw. wenn ich z.B. vom Praktikum komme, will ich auch nichts mehr machen, weil ich so müde bin. 
*ich werde alt!* haha

Stress mach ich mir dazu auch noch, weil die Zeit einfach fliegt. Mein Schule hat erst vor ein paar Monaten gestartet und die Lehrer sprechen schon von Jobsuche. Gut, diese fängt in Japan schon früh an. 2017, wenn alles gut läuft, beende ich die Schule, die ersten Jobmessen werden schon anfang nächstes Jahres sein. Und ich weiß immer noch nicht genau was ich machen will. Hotel oder Bridal. Also eigentlich will ich schon in Richtung Bridal, aber ich muss ehrlich zu mir sein, dass mein Japanisch zu schlecht dafür ist. Und die Aussichten ein Visa zu bekommen sind auch nicht so gut. Hotel ist da schon besser. Sagt zumindest mein Lehrer.

In den nächsten Tagen habe ich ein wenig Zeit und die wollte ich nutzen um hier ein paar Einträge zu schreiben. Freut euch über Themen wie Takaosan, Halloween und mal sehen was mir noch so einfällt. ^^ 

Donnerstag, 13. August 2015

Thailand

Wie bereits erwähnt war ich mit meiner Liebsten in Thailand. Ein paar Tage haben wir in Bangkok verbracht und ein paar mehr Tage auf Phuket. Meine Freundin hatte zwar schon recht früh einen Reiseführer in Form eines Buches gekauft, aber informiert habe ich mich erst ein paar Tage zuvor. Anhand von Blogs und Videos. Übers Essen und Shopping hauptsächlich. Da meine Freundin für Phuket auch schon einige Touren gebucht hatte, habe ich mich um die Gestaltung in Bangkok gekümmert. Wobei ich nur an zwei Sachen interessiert war: Shopping und Kultur.

An einem Samstag nachmittag sind wir angekommen. Unser Hotel war in der Mitte vom Rotlicht-Viertel und "Arabia-Town" (sowie China-Town..) und hatte eine gute Verbindung zu einer sehr nützlichen Zuglinie. An dem Abend sind wir nur etwas in der Nachbarschaft rumgelaufen und haben in einem Restaurant in der Nähe gegessen. Ein Bierchen in der Bar unseres Hotels haben wir uns auch noch gegönnt. Die Bar war auf dem Dach und hatte damit eine tolle Aussicht auf die Stadt. 
Am Sonntag sind wir zum Chatuchak-Weekend Market gegangen. Schon früh morgens um den Massen zu entgehen. (Wir hatten aber allgemein sehr viel Glück, weil es keine Touristen Hochsaison war - zumindest schien es so) Der Markt war so toll. Und ich ärgere mich das ich nicht noch mehr gekauft habe. haha Auf dem nach Hause Weg, wollte meine Freundin nach Sachen fürs Kickboxing suchen. Und wir sind erstmal unendlich lang irgendwelchen Straßen entlang gelaufen. Irgendwann haben wir es aber Geschafft und sie hat einige Dinge auch gekauft. Zum Glück konnte man in dem Laden mit Karte zahlen, denn so viel Geld hatten wir nicht mehr dabei, und was zum Wechseln haben wir auch nirgends finden können dort.. Aber da mit Karte gezahlt wurde, konnten wir uns auch eine Fahrt mit dem Taxi leisten. 
Am nächsten Tag stand Kultur an. Mit einem Boot sind wir zu den üblichen Touri-Spots gefahren. Grand Palace und Wat Pho. Wat Arun wollten wir auch noch sehen, ist aber in Renovierung. Aber ich hatte nach dem Grand Palace meine Lust verloren irgendetwas überhaupt noch anzusehen.. (siehe den Beitrag Touristen) Wir sind dann trotzdem noch rumgelaufen und war auch ganz nett. Abends sind wir wieder in ein Restaurant, empfohlen vom Reiseführer.
Am nächsten Tag ging es nach Phuket. Am Flughafen haben wir dann erstmal eine kleine Weile gewartet auf unseren Minibus.(war günstig - aber ich empfehle Taxi, geht einfach schneller) Fertig eingecheckt ins Hotel, haben wir uns auch dort erstmal in unserer neuen Nachbarschaft umgeschaut. Sind auch zum Strand gelaufen (10 min. vom Hotel) und konnten ein wenig vom Sonnenuntergang sehen. 
Der erste richtige Tag begann dann mit einer Tour zur PhiPhi-Island. Au den Weg dorthin gab es zweimal die Chance Schwimmen und Schnörkeln zu gehen. Das Wasser, der Strand, die kleinen Inseln = ein Traum, echt wunderschön!
Ja, das ist mein Finger... "Foto-Talent2015"
Nächster Tag, nächste Tour. Quad fahren, Elefantenreiten, Hochseilklettern. Das klettern hat echt Spaß gemacht - dabei habe ich Höhenangst -, bis auf die Mücken. Aber was will man erwarten im Dschungel. 
~Random Food~
Ich vermisse frische Kokosnuss zu trinken.
Nächster Tag ~ein Traum wird wahr~ wir sind zum "Tiger Kingdom" gefahren. Wo man, wie der Name schon sagt, Tiger streicheln kann. 4 Größen gibt es. Natürlich wollte ich sie alle!! haha Am Abend ist meine Liebste zu einem Kickboxing-Kampf gegangen und ich zu meiner ersten Thai-Massage ever. Ich sage nur: Autsch!!
Letzter Tag, wir waren dann auch endlich mal am Strand schwimmen, meine Liebste auch später im Pool, ich hatte mir in der Zeit aber noch eine Fuß-Massage gegönnt. Die war dann eine Mischung aus "Autsch", "tut gut" und "das kitzelt". Zum Abschluss gab es dann noch eine Show mit den berühmten Lady-Boys. 

Dienstag, 4. August 2015

Touristen

Ich war mit meiner Liebsten für ein paar Tage in Thailand. Es war toll und ich kann es jedem nur empfehlen mal dort Urlaub zu machen. Ein ausführlicher Blog über die Reise wird in den nächsten Tagen kommen. Worüber ich erstmal schreiben möchte, steht ja schon in der Überschrift: Touristen und ihr Verhalten. Keine Sorge, ich bin mir sehr wohl bewusst das ich selbst nur als Tourist unterwegs war. Und das ich bestimmt auch in das ein oder andere Fettnäpfchen getreten bin und Dinge getan habe, die den Bewohnern dort vielleicht ein wenig Kopfschütteln bereitet haben. Aber ich habe versucht mich ein wenig vorher schlau zu machen und bei bestimmten Einrichtungen standen Regeln aus Schildern, mit Piktogrammen. Die ich auch eingehalten habe. Und die jeder hätte verstehen können, wenn man denn will.. Gerade habe ich zudem noch ein Artikel gelesen über Leute die nackt Fotos von sich machen an beliebten Touri-Spots. Und die fanden das ok, egal was die Einheimischen sagen oder so..

Ich bin andere Meinung. Ok, ich gebe zu in manchen Situationen, wo es nicht erlaubt war Fotos zu machen, habe ich Fotos gemacht. Letztens als ich bei einem Konzert war. Am Anfang, wo die Show noch lange vor Beginn stand. Um stolz zeigen zu könne wie nah ich an der Bühne war. (So nah war es auch nicht, aber bisher der beste Platz). Oder im Kaufhaus, um meiner Schwester den riesigen Plüsch-Yoshi zu zeigen. Aber es gibt Orte wo ich niemals Fotos machen würde, wenn es so geregelt ist. Zum Beispiel in Ausstellungen, während eines Konzertes, Tempelanlagen oder andere heiligen Stätten. 
Und nicht nur Fotos auch wird manchmal gebeten sich entsprechend zu verhalten. Mütze absetzen, Schuhe ausziehen, kein Blitz(wenn man denn Fotos machen darf), leise zu sein. 
Das sind alles keine Regeln die unmöglich durchzuführen sind, oder? 
Dazu kommen noch allgemeine Verhaltensregeln. Wo man denken könnte, jeder Mensch müsste diese erkennen.. (Ist aber leider nicht so..) Wenn man z.B. mit einem Sonnenschirm umher spaziert, ein wenig um die Menschen drumherum acht zu geben. Oder vielleicht mal den Mund aufmachen, bevor man sich vorbeiquetscht, nicht vordrängeln.
Und dann noch die Touristen die irgendwo hingehen und kein Interesse haben. Ich konnte so einige Leute sehen die nur mit Handys beschäftigt waren. Und bei einer Waffenkammer (im Grand Palace, Bangkok) mit kleinem Rundgang, nicht einmal (ich schwöre) aufgesehen haben vom Handy. Warum gehen die Leute überhaupt zu Sehenswürdigkeiten?

Warum ich all das hier niederschreibe? Ich hatte meine wohl bisher "böseste" Touri-Erfahrung in Bangkok, beim Grand Palace. Nicht nur das dort grundlegend eine enorme Masse an Leuten war. -Was mich meist eher negativ beeindruckt- Aber das Verhalten hat mich so aufgeregt. Sonnenschirme habe ich andauernd gegen meinen Kopf bekommen. Es stand geschrieben, das man leise sein soll. Und die Leute haben rum gebrüllt.. Im Raum wo ein berühmter Smaragd-Buddha steht, durfte nicht fotografiert werden. Ich bin noch nicht mal nah ran gekommen, weil die Masse an Menschen zu groß war.Das ist nicht das Problem gewesen. Aber die Blitze von den Kameras schon.. Wo ich aber so richtig ausgeflippt bin, war das Benehmen eines Jungen. Um es kurz zu schreiben, er hat mich weg gestoßen, mit seinen Händen. Nicht vorbei gedrängelt oder so, nein, wirklich weg gestoßen. -ok hier die längere Version, die ich so gut wie geht schriftlich darzustellen- Es war vor einem Gebäude, wo eine Abgrenzung war. Ich stand neben dieser Abgrenzung und wollte ein Foto machen von dem Eingang dieses Gebäudes. Aber da standen zwei Frauen und haben sich gerade ablichten lassen, also habe ich gewartet. Dieser Junge stand hinter mir und gehörte wohl zu den Damen. Ich habe ihn noch nicht mal wirklich bemerkt, weil so viele Leute dort waren. Also stand ich dort für eine mini Weile. Und plötzlich wie oben beschrieben hat er geschupst. Ich war total geschockt in den Moment, und habe ihn erst mal nur angestarrt. Er hat sich noch nicht mal entschuldigt oder so, sondern ist einfach zu den Damen gegangen und hat mich noch angeglotzt. Als ich mich gerade angefangen habe aufzuregen, hat meine Freundin mich aber am Arm genommen und mich mehr oder weniger weggezogen. Das hört sich jetzt vielleicht nicht schlimm an. Aber wenn ihr plötzlich von jemanden ohne Grund gestoßen werdet, wie würdet ihr euch fühlen. Ich hatte eine ziemliche Wut in mir an diesem Tag. Meine Freundin ist zum Glück ein Ruhepol und hat meine Nerven auch wieder runter gebracht..

Wie gesagt, ich bin auch kein Engel, aber man kann doch wohl mit Menschenverstand und Respekt reisen, oder nicht? Ist meine Meinung zu hart? Habt ihr solches auch schon erlebt?

Mittwoch, 15. Juli 2015

Rollenbilder- Vater und Baby

Ich komme gerade vom Lunch mit einem Freund aus der Sprachschule. Und auf den nach Hause Weg habe ich ein wenig über unser Gespräch nachgedacht. Es ging ein wenig um Rollenbilder hier in Japan.

Kleine Erklärung. Er ist mit einer Japanerin verheiratet. Beide haben lange zusammen in den USA gelebt, sind aber seit einigen Jahren hier in Japan. Sie hat einen Job, er ist zur Zeit Student an der Language School. Und die beiden erwarten ihr erstes Kind. *wie toll!*
Nun ist es so, das er in September, wenn das Halbjahr vorbei ist, mit der Schule aufhören wird. Und natürlich kommt die Frage auf, was er denn machen werde danach. Die Konversation geht dann ungefähr so:
Irgendwer: Was machst du nach der Schule?
Er: Auf das Kind aufpassen.
Irgendwer: hahahaha Nein, wirklich jetzt, was wirst du machen?
Er: ?? Auf das Kind aufpassen.
Irgendwer: ohh.. 

Und das hat er inzwischen so oft gehört, dass er angefangen hat zu zweifeln. Aber er und seine Frau haben nochmals darüber geredet und es ist das einfachste zur Zeit. Und auch nichts worüber man zweifeln brauch. Sie geht nach der Babypause wieder arbeiten und er wird sich ums Kind kümmern. Weiter Japanisch lernen und sich Gedanken machen über zukünftige berufliche Situation. In Ruhe.

In Japan ist es nicht üblich das der Vater zu Hause bleibt und sich um das Kind kümmert. Oft herrscht noch dieses Bild: Mann und Frau heiraten. Mann geht arbeiten. Frau gibt Job auf (obwohl nur verheiratet). Sie bekommt Kind und kümmert sich darum. Mann immer noch beim arbeiten... ~schrecklich~ Wenn eine Frau schwanger wird, wird meistens ganz schnell geheiratet. Mit Babybauch. Ein Kind zu bekommen, obwohl nicht verheiratet.. pff ein NoGo. Alleinerziehende haben es immer noch sehr schwer hier in Japan. Oder Paare die nicht heiraten wollen. Oder nicht verheiratete Paare mit Kindern. (habe ich das schon mal hier gesehen/gehört.. ich glaube nicht)

Noch eine Geschichte von meinem Schulfreund, die sich während eines Geburtsvorbereitungskurses statt fand. Die Leiterin habe die Männer gefragt wer denn bei der Entbindung dabei sein möchte. Und die meisten haben wohl ungefähr so geantwortet: "時間あれば。。"(じかんあれば) "Falls ich Zeit habe, vielleicht.."   WTF?? Alter, deine Frau bekommt ein Kind!! Ich würde doch alles machen um dabei zu sein. Aber Arbeit scheint hier echt alles zu sein.. *traurig* Und auch traurig darüber das viele darüber lachen, wenn ein Mann sich um das Kind kümmern möchte und Frau arbeiten geht.
In der Nähe wo ich wohn, da gibt es einen großen Spielplatz. Wenn man dort in der Woche entlang läuft, sieht man auch nur Frauen mit Kindern.

Ich kann dieses Denken einfach nicht nachvollziehen. Und wenn ich dann noch höre das mein Freund sich schlecht gefühlt hat wegen sowas. Das macht mich echt traurig. Die Reaktion von Freunden und Familie aus den USA war ganz anders. Die haben einfach gesagt, "super , das ist großartig" und gut war's. Keiner hat gelacht. Weil es auch nichts zum Lachen gibt. Es sollte normal sein. Zwei Personen bekommen ein Baby, und je nach Situation sollte sich einfach entscheiden, wer denn aufpassen kann ums Kind. Egal ob Mann oder Frau! Ich habe mich jetzt extrem kurz gefasst. Ich könnte dieses Thema weiterführen und abschweifen in andere Gebiete, aber ich lasse es lieber. Und schreibe ab und zu einfach mal was drüber.
(Und ja, mir ist klar, das nicht jeder Japaner so darüber denkt. Aber auch meine Erfahrungen sind bisher so, das eine Großteil dieser Meinung ist.)

Mittwoch, 1. Juli 2015

Japanese Language School

So, es folgt nun endlich auch mal ein Rückblick auf meine Zeit bei einer Sprachschule in Japan. Leute die außerhalb von Studium, VHS-Kurs und/oder unbedingt in Japan Japanisch lernen wollen, sind bestimmt schon über die ein oder andere Internetseite einiger "Japanese Language School gestolpert. 
Zunächst zu den Gründen warum ich mich damals dazu entschieden habe. Der Liebe wegen. *haha - das war kurz und knapp*  Ok, nochmal etwas ausführlicher.. Meine Partnerin und ich hatten uns nach einigen hin und her dazu entschieden nach Japan zu gehen. Sie hatte ein gutes Jobangebot bekommen, Wohnung und Hund waren ja auch noch hier. Also warum auch nicht. Wie einige vielleicht wissen, ist es nicht das leichteste ein Visum für Japan zu bekommen. Zumindest nicht wenn man plant länger hier zu bleiben. Eine Jobsuche fand ich zu diesem Moment eher Zeitverschwendung. Denn mein Zertifikat als Kauffrau im Einzelhandel hilft mir bei der Jobsuche in Japan ungefähr genau so viel, wie ein bestandener JLPT N5. ~Also gar nicht!~ Ich hatte erst die Idee mit einem Work and Holiday Visa zu kommen. Meine Partnerin hatte mir dann vorgeschlagen auf eine Sprachschule zu gehen. Ich bekomme ein Visum, lerne die Sprache und wohne mit ihr in Japan. Also perfekt nicht wahr?? Also habe ich mich schlau gemacht. Geld, Anforderungen usw. Anforderungen waren soweit alle ok. Aber Geld... Es ist teuer! Im Durchschnitt 3000 € pro halbes Jahr. Dazu kommen noch Geld für Essen, Wohnung, Spaß, usw. Das war ein Grund, weswegen ich bis zum Schluss überlegt habe, ob ich es wirklich machen soll. Aber ich habe dann einen Kredit aufgenommen (bei einer Privatperson versteht sich, oder? ;)  Welche Bank würde so viel Geld einer Person geben, die ins Ausland möchte) 

Nun zur Schule:
Meine Schule gilt als relativ Streng. Statt, wie viele andere Schulen, 4 Stunden pro Tag, hatte meine 5 Stunden. Hausaufgaben sind nicht selten. Fehlzeiten, Verspätungen Teilnahme an Unterricht wird alles genau festgehalten. Hatte man einen Test nicht bestanden so musste man diesen Nachschreiben. Hat man, die Abschlussprüfung vom Halbjahr nicht bestanden, hatte man eine weitere Chance, wenn man wieder verhaut musste man Geld bezahlen um Privatunterricht zu bekommen und konnte somit im nächsten Halbjahr eine Klasse aufsteigen. Und wenn man nicht Zahlt, droht Sitzenbleiben. (Ich schreib das alles aber auch gerad ein wenig dramatisch.. Also wenn man sich etwas anstrengt war alles zu schaffen) Ich hatte mich mal mit einer Studentin einer anderen Schule unterhalten. Sie meinte die Lehrer kümmern sich wenig wenn Hausaufgaben nicht gemacht wurden usw. In meiner Schule musste man bei vergessen, in die Mensa und sie dort nachholen. Die Stunde wurde als fehlend eingetragen. Das Tempo meiner Schule ist auch recht schnell. Die ersten beiden Klassen gingen bei mir noch. Die dritte war eine Katastrophe und die vierte ging dann wieder. Aber das liegt natürlich an einem selber. Ich bin leider nicht so helle, bzw. weiß ich nicht wie ich mich Konzentrieren kann. - ohne Scherz - Ich beneide Leute die sagen "Ich lerne jetzt", schwupps setzen sich an Schreibtisch und lernen hoch konzentriert. Ich setze mich hin und meine Gedanken schweifen ab..
Zurück zum Thema. Also recht schnell ist das Tempo. Das was ich in Deutschland beim VHS-Kurs gelernt habe, hatte ich -ohne Scherz- in ungefähr 10 Tagen an der Sprachschule durch. VHS-Kurse sind l a n g s a m... 
Nun eher zu den guten Dingen. 
An meiner Schule gab es ein Tutor-Programm.Heißt, man hat bei Bedarf einen Ehrenamtler zugewiesen bekommen. Und mit diesem hat man dann einmal die Woche zusätzlich Konversation gelernt. Nicht nur Sprechen aber auch Fragen/Austausch von Kultur. Fand ich toll und habe ich gemacht. (Würde ich auch jetzt gerne noch haben wollen..) Schulaktivitäten: Speech-Contest, Charity-Run, Sporttag, Basar, kleiner Trip und vieles mehr. Das hat mir mit am besten gefallen. Ich war auch fast bei jeder Aktion dabei, die meine Schule gemacht hat. Meine Lehrer waren auch alle immer hilfsbereit und sehr nett. Natürlich hat man seine Lieblingslehrer aber allgemein waren sie schon alle toll. Und noch ein positiver Punkt, die Chance Freunde zu finden. Wobei auch einige Wege zu schnell auseinander gingen.. Studium, in die Heimat zurück gegangen... 

Ob es sich gelohnt hat? Ja, für mich schon. Ich bin in Japan, komme inzwischen im Alltag mit meinem Japanisch zurecht. -Nicht falsch verstehen, ich bin weeeeeeiiiit weg von flüssig Sprechen und perfekt verstehen. Aber für den Alltag reicht es aus. Was mir aber noch zu wenig ist. Und das ich nicht besser sprechen, lesen kann liegt nicht an meiner Schule, sondern an mir. Es gibt viele andere die mit mir angefangen haben und weiter sind... -
Wer von 0 auf JLPT N2 Level in 1 1/2 - 2 Jahre kommen möchte und genug Geld auf'n Konto hat, "Welcome to a Japanese Language School"! Ich kann es empfehlen. Aber es ist bestimmt nicht für Jedermann. Ich habe auch oft genug gejammert über die Schule mit anderen Schülern. Aber das lag vielleicht an unserem Alter, Erfahrungen und vielleicht sogar Herkunft(??)
Ziemlich langer Text, Sorry. Es gibt bestimmt einige Punkte die mir erst später einfallen.. Also wird es evtl. irgendwann ein kleinen Teil 2 geben.
Bye :)