Freitag, 23. August 2013

Halbes Jahr

Nun bin ich ein halbes Jahr hier und ich dachte mir ich schreibe mal ein wenig was in meinem Kopf rumschwirrt.

Als ich in Japan angekommen bin, war alles soweit weg. Der Anfang der Schule, der Sommer, der Alltag... Ich war viel rum gelaufen um die Stadt besser kennen zu lernen, habe einige Orte besichtigt und so. Aber das war eben kein "Alltag". Seit der Start der Schule, ist dieser aber allmählich bei mir angekommen. ~darüber bin ich sehr froh, denn ich begann mich unwohl zu fühlen ohne Alltag~ ^^

Mein Japanisch ist besser geworden, aber gut bin ich dennoch nicht. Bei wichtigen Situationen, in der realen Welt, fehlen mir immer die richtigen Worte. Das ist echt manchmal deprimierend. Zum Beispiel heute, als ich mir meine Monatskarte für die U-Bahn gekauft habe. Ich hab 'nen Stuss geredet, unglaublich. :/
Bald stehen eine ganze Reihe an wichtigen Tests an. Diese entscheiden dann ich welche Klasse ich als nächstes komme. Ich erklär mal kurz die Gruppen (Ein bisschen ist das Hörensagen, was ich hier schreibe, was in den Kursen abgeht):
1. Klasse: Totale Beginner. Fangen mit Kana und einfachen Sätzen an. Lernen Grundkenntnisse und wenig                     Kanji. (Da bin ich)
2. Klasse: Haben ein wenig Grundkenntnisse. Können Kana und ein wenig Kanji schreiben/lesen.
3. Klasse: Grundkenntnisse sind vorhanden und werden weiter ausgebaut, ebenso wie Kanji.
4. Klasse: Kanji lernen ist hier angesagt. Natürlich aber auch Grammatik und so.
5. Klasse: Hier geht es um den Feinschliff.
6. Klasse: Die sind super gut. Im Unterricht wird wohl die japanische Kultur im Fokus gestellt. (Natürlich                       trotzdem mit lernen und so.

Ziel von Klasse 1 (und 2) ist zu Klasse 3 zu wechseln. Die Schüler die etwas langsamer mitkommen, werden aber in Klasse 2 kommen (oder sogar Klasse 1 wiederholen). Es gibt sogar die Möglichkeit in Klasse 4 zu kommen. Aber da muss man echt gut sein. Auch mit Kanjis und so. Ich hoffe in die 3. Klasse zu kommen. Aber ich habe eben ein wenig Angst, weil ich gerne die Grammatik-Tests nicht so gut schreibe.

Es gibt Dinge die ich vermisse, die einfach anders hier sind. Ich vermisse meine Freunde, ein paar deutsche Gerichte (wie Rinderrouladen), die Szene und Tanzclubs, Demonstrationen, manchmal auch die Direktheit und das ich nicht Out bin ..  Aber ich bin im allen doch sehr glücklich. An erster Stelle, weil ich natürlich mit meiner Partnerin hier bin und mit ihr so viele verschiedene Dinge erlebe. Was soll ich sagen, ich liebe sie einfach! ^^ Und dafür spreche ich sogar in Rätseln, wenn das Thema Beziehung bei meinen Klassenkameraden aufkommt..  ;)

Montag, 19. August 2013

Fujisan

Seit Frühling nerve ich meine Freundin, dass ich den Fujisan besteigen möchte. Sie konnte das nicht nach vollziehen, wollte mich aber auch nicht alleine losziehen lassen. Jedes mal wenn das Thema aufkam, fragt sie ob es denn wirklich sein müsse das wir klettern werden. Ich meinte nur zu ihr, sie kann auch gerne in einem Onsen auf mich warten. ^^ Am Ende sind wir aber natürlich gemeinsam geklettert.

Allgemeine Infos:
Die meisten Leute  die den Fujisan besteigen wollen, fahren mit den Bus zur 5. Station von einem der offiziellen Wege. Es gibt 4 verschiedene Wege den Fujisan zu besteigen. Der bekannteste und damit auch der vollste ist wohl der Yoshida Weg, oder auch Kawaguchiko genannt. Busse fahren regelmäßig zur 5. Station die in ca. 2600 m Höhe liegt. (Ich war dort mit meiner Schule im Mai). Der Subashiri Weg ist auf der selben Seite wie der Yoshida Weg zu finden. Am Ende verlaufen die Wege zusammen. (Was sie dann noch mal voller macht) Dann gibt es noch den Gotemba Weg. Busse fahren bis zu einer von ca. 1400 m hoch. Es ist der längste Weg und damit wohl auch nicht so besucht. Zuletzt kommt noch der Fujinomiya Weg, ca.2400 m. Viele wandern in der Nacht um den Sonnenaufgang zu sehen. Auf'n Berg wird es zu dieser Zeit besonders voll und auch die Wege sollen wohl manchmal überfüllt und Stau haben. 

Meine Freundin und ich sind den Fujinomiya Weg gegangen. Es war nicht so voll wie erwartet. Gestartet sind wir ca. um 11 Uhr. Der Aufstieg hat 6 1/2 Stunden gedauert. Es war echt anstregend. Wir haben zwischendurch viele Pausen gemacht. Auch wegen der Höhe, weil die Luft ja etwas dünner wird. Wir hatten auch Flaschen mit Sauerstoff dabei. Was ich jedem nur empfehlen kann, um Übelkeit und Kopfschmerzen vorzubeugen. Der Weg ist -natürlich- steinig. Von großen die man ein wenig beklettern muss, oder auch kleinen die einen rutschen lassen. Der Weg ist zudem sehr sandig, leichter Sand der einen bei jeden Schritt ins Gesicht weht. Wer empfindlich ist für sowas, sollte eine Atemmaske (oder Tuch) mitnehmen, um Nase und Mund zu schützen. Alle Wege haben insgesamt 10 Station, wobei die 10. der Gipfel vom Fuji ist.
Meiner Freundin ging es zwischenzeitlich, so um die 8. Station etwas schlechter. Aber nach einer Pause und Sauerstoff konnte sie weiterklettern. Bei der 9. Station haben wir uns dann auch mal einen Kakao gegönnt. Das tat echt gut, weil mein Hals inzwischen etwas weh tat von der kühlen Luft.
Irgendwann sind wir oben dann angekommen und wir konnten es selbst nicht glauben. :D Wir waren echt so glücklich darüber, aber freuten uns auch das wir bald in unsere Unterkunft gehen konnten, um uns auszuruhen. Oben auf den Berg, und auch bei den unteren Stationen, kann man sich ausruhen und etwas Essen. Natürlich gegen Bezahlung. Meine Freundin hatte uns in dieser Unterkunft zwei Plätze reserviert.Die Bedingungen waren allerdings ziemlich streng dort. Check In vor 18 Uhr, geschlafen wird um 19 Uhr. Die Tür wird abgeschlossen, so dass man leider nicht im Dunkel rausgehen kann um Sterne zu betrachten. Und das Licht geht um die selbe Zeit aus. Um 4 Uhr morgens wird es allerdings wieder angeknipst und alle werden geweckt, um nach den Frühstück mit gepackten Sachen, den Sonnenaufgang zu sehen.  Mir ging es am Morgen nicht ganz so gut, also konnte ich den Sonnenaufgang leider nicht wirklich genießen. Nach dem wir dann noch beim Schrein gewesen waren, der um 5 Uhr aufmacht, sind wir dann aufgebrochen um nach unten zu gehen.

Sonnenaufgang


Kleiner Einblick wie der weg aussieht. 
Der Rückweg war zwar schneller zu bewältigen, 4 Stunden, aber einfacher war er trotzdem nicht. Man ist noch mehr gerutscht und die Knie taten mir weh, weil die Belastung ganz anders war, wie auf den Weg nach Oben. Als wir unten ankamen waren wir wieder überglücklich. Ich hatte die letzten zwei Stationen nur noch rum gemault, dass ich endlich ankommen möchte. ^^'
Bevor wir aber wieder nach Yokohama fuhren, sind wir kurz nach Hakone gefahren um ein Bad im Onsen zu nehmen. Meine Freundin hatte mir einige Tage zuvor feierlich erzählt, dass sie ein Bad gefunden hatte, wo Tattoos erlaubt sind, so das ich mich nicht verstecken brauche. ~wuhuu! :3
Jetzt zwei Tage später, scheint alles so weit weg. Und die Erinnerung wie ein Traum. Nur der -wirklich heftige- Muskelkater sagt mir, es war real.

                                   
                                             Meer aus Wolken

Dienstag, 13. August 2013

Gebrochene Beine und Geister

Am Wochenende sind meine Freundin und ich zu einem Futsal-Turnier gegangen. Seit März spielen wir beide in Yokohama Futsal. Es macht Spaß, aber ich bin nicht sonderlich gut... Die meisten Futsal-Plätze sind oben auf den Dächern von irgendwelchen Kaufhäusern. (Zumindest die wo wir bisher waren)
Das Turnier am Wochenende war in Tokyo und es war speziell für L-Girls ausgeschrieben. Wir beide kannten niemanden dort, also war ich wie immer recht schüchtern und habe uns einen Platz etwas weiter hinten gesucht. (introverts..) Zudem schienen sich die meisten kennen und ich bin niemand der in die Mitte Unbekannter springt und schreit: "Hier bin ich!". Aber nach einiger Zeit haben wir uns etwas mit den anderen Mädels angefreundet.
Die Teams wurden bunt gemischt und meine Freundin war in einem gegnerischem Team. Es hat Spaß gemacht, trotz Hitze. Wir spielten in einer kleinen Halle mit Klimaanlage ~Luxus. Alles war toll und super bis plötzlich etwas auf dem Spielfeld passiert ist. Ich war gerade nicht am spielen und wunderte mich warum denn alle plötzlich auf dem Feld nur noch stehen und einige um ein Mädel rum standen. Erst dacht ich, sie sei vielleicht Ohnmächtig geworden, wegen Hitze und so. Aber ein Mädel kam raus und erzählte ihren Freundinnen das irgendwas mit dem Bein sei. >.<  *autsch!! Meine Freundin erzählte mir später (sie war die ganze Zeit bei dem Mädel und hatte mitgeholfen bei erster Hilfe), dass wohl das Bein gebrochen war. So richtig mies. Zuerst dachten wohl einige, auch das Mädel selbst, das sie ein Krampf hat und man hat halt, wie es üblich ist das Bein genommen und gegen gedrückt. Jedoch dabei haben sie dann festgestellt das irgendwas nicht stimmte.. ~ich bekomme immer Phantomschmerz wenn ich daran denke~..  Naja der Krankenwagen kam dann nach einer Zeit und hat das Mädel mitgenommen. Wir haben das Turnier dann mit Elfmeter-Schüssen beendet.

Gestern war ich bei einer Ausstellung in Yokohama Sogou. Es war eine Ausstellung über japanische Geister und Monster und sowas. Ich liebe solche Sachen einfach! :3   Also Geistergeschichten und unnatürliche Phänomene. Habe mir auch letztens 2 Bücher gekauft. Die sind natürlich in japanisch, aber das ist um so mehr ein ansporn, schnell Kanji und Vokabeln zu lernen!! ;) Die Mutter meiner Freundin mag sowas ganz und gar nicht. Also zeige ich ihr lieber nicht  meine Postkarten und so die ich mir dort gekauft hatte. ^^
Ich möchte auch unbedingt zu den nächsten zwei Ausstellungen gehen, die dort gezeigt werden. Einmal eine Ausstellungen zu "Lady Oskar - die Rose von Versailles" und "Alfons Mucha - Unknown". Ich freue mich jetzt schon darauf. :D

Donnerstag, 8. August 2013

Baseball

Beliebtester Sport der Japaner ist wohl Baseball (jap. 野球, やきゅう). Es ist so verbreitet, wie Fußball in Deutschland. Und weil ich gerne vieles ausprobiere, auch wenn ich kein direktes Interesse habe, wollte ich natürlich auch mal zu einem Spiel gehen. Meine Sprachschule ist direkt gegenüber von einem Baseball-Feld und man kann die Leute dort auch spielen sehen. Aber gestern war es dann soweit auch mal in ein Stadium zu gehen und das Geschehen live mitzuerleben. 
Die Mutter meiner Freundin hatte mich abgeholt und wir haben erst mal etwas zu Essen und Trinken gekauft, bevor wir zum Stadium gefahren sind. Natürlich war es am Stadium total voll. Aber wir haben uns durchgekämpft. ^^
Wir saßen recht nah am Spielfeld, was toll war. Aber ich hatte meine Kamera vergessen, was absolut nicht toll war. :/  Meine Handy-Kamera macht leider nicht so gute Bilder.. Nun ja, shit happens! Meine Freundin kam später dazu. Es spielten die Yokohama Beystars gegen die Giants. Am Anfang stand es gut um die Beystars (mein Team), aber zum Ende dann nicht mehr. Sie haben verloren. Einige Leute sind schon in der Vorletzten Runde nach Hause gegangen. (Es war wenig Hoffnung das der Spielstand sich noch gravierend ändern könnte) Auch meine Freundin und Mutter wollten schon gehen. Ich aber nicht. 
Ich verstehe so etwas nicht. Wenn man zu einem Spiel geht dann bleibt man doch bis zum Schluss, auch wenn das eigene Team verliert. Man muss sie doch auch dann noch unterstützen, oder nicht? Naja vielleicht denke auch ich nur so. :S



Natürlich plane ich auch irgendwann ein paar Bälle selber zu schlagen. -Ich schaue nicht gerne Sport, mache ihn lieber selber- Ganz in der Nähe meiner Wohnung gibt es auch einen solchen Platz, wo man sich austoben kann. 


Übrigens bin ich auch bei Instagram zu finden, mit dem Blognamen. (Dort poste ich öfter Bilder,als ich hier schreibe.. ) :S




Dienstag, 6. August 2013

Insekten

Es ist nicht so, dass ich Insekten hasse. Ich empfinde einfach einen starken Ekel, wenn ich sie sehe. Number One sind Spinnen. Widerlich!! In der Wohnung in Berlin hat es nur so von Weberknechten gewimmelt (ja auch diese reichen aus um mich meines Schlafes zu berauben). Auf facebook habe ich meine Freunde mit tollen Spinnengeschichten unterhalten... Meine Freundin musste ständig die armen Tierchen vor die Tür setzen. Nein, ich möchte nicht das sie getötet werden. Denn sie können ja auch nichts gegen meine Phobie.
Aber wie es natürlich so ist, kaum war meine Freundin auf Klassenfahrt oder back in Japan, schon kamen mir die Tierchen dauernd in die Quere. Ich bin sogar deswegen ein paar Tage lang nicht in die Küche gegangen. Aber als meine Eltern zu besuch kamen, waren sie natürlich verschwunden..

In Japan gibt es ja auch diese und jene Krabbeltiere. Ich versuche ja schon mich selber in den Griff zu bekommen. Und beobachte zum Beispiel die kleinen Tierchen. (Nicht nur Spinnen auch andere mehr als 4-Beine-besitzende-Tierchen) Ich muss gestehen, ich mag die Zikaden (wenn sie nicht grade mit einem hohen Tempo in meine Richtung geflogen kommen). Als wir letztens im Park waren habe ich sogar eine auf die Hand genommen. Also als sie noch eine Larve war und gerade auf den Weg zum Baum war (Der war noch weit, also habe ich sie zum Baum getragen (nachdem ich tausendmal gefragt hatte, ob die denn auch wirklich nicht beißen können)). Ich war so stolz auf mich. :3

In Japan gibt es aber ein zur Realität gewordener Albtraum. Ich habe den Namen vergessen. Natürlich ist es eine Spinne und sie soll so groß wie eine Hand sein. Ich hoffe ich werde ihr nie, NIE begegnen. ~schnell auf holz klopf~

Ach und die Schmetterlinge sind auch toll! So schön groß und farbenfroh. Aber einfach zu schnell um ein paar brauchbare Fotos zu machen.. :/



Montag, 5. August 2013

Zikaden-Video, und ein bisschen Wochenende

So, habe ja geschrieben, dass ich ein kleines Video von den Zikaden hochladen möchte. Erwartet keine Hollywood-Qualität. ^^ Meine Kamera ist noch relativ neu und ich muss mich noch etwas mit den Funktionen vertraut machen... (Ausrede, ein bisschen - ich bin einfach eine schlechte Fotografin und Kamerafrau)


Am Freitag, nach der der Schule war ich in in Odaiba. Das ist riesiger als ich dachte. Und so viele Einkaufszentren. Am Abend war ich echt kaputt, dabei hatte ich noch nicht alles erkundet was die künstliche Insel zu bieten hat. Aber mein Ziel hatte ich erreicht! Und das war den riesigen Gundam abzulichten. Bin zwar kein Gundam-Fan, aber wollte diesen trotzdem mal sehen. (Ich wünschte es gäbe in den Bergen Hakones eine Evangelion-Figur..)

Samstag waren meine Partnerin und ich Futsal spielen. Diesmal früh morgens, in Shibuya. Das hat echt Spaß gemacht und wir werden wohl nun öfter dort hingehen.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Kleiner Sommer-Mix

Ich habe einige alte Posts ein wenig überarbeitet. Einige Grammatik und Rechtschreibfehler sind nun nicht mehr vorzufinden. SORRY!, dass ich so faul war und einfach das schnell Geschriebene veröffentlicht habe, ohne nochmal drüber zu lesen... :S Und auch möchte ich nun häufiger etwas schreiben und mir Allgemein etwas mehr Mühe geben.

Seit letzter Woche habe ich Ferien. Aber faul sein, kann ich derzeit noch nicht. Ich hatte mich für einen Sommerkurs an meiner Schule angemeldet. Insgesamt sind wir 27 Leute. Ich bin die Einzige aus dem regulärem Unterricht. Alle anderen sind wirklich nur wegen dem Kurs nach Japan gekommen. Den Altersdurchschnitt würde ich mal so um die 20 schätzen. ~ich fühle mich alt~ ^^  Aber die Leute scheinen ganz nett zu sein. Der Kurs geht 2 Wochen, danach habe ich dann noch eine Woche pure Freizeit.

Eigentlich hatte ich vor oft ans Meer zu fahren, nach Kamakura. (Ca. 45 Minuten mit der Bahn entfernt) Aber derzeit ist es dauer bewölkt. :/
Vor einigen Wochen war ich mit meiner Partnerin dort am Meer. Wir waren zunächst zu einem Freibad mit dem Fahrrad gefahren, nur um festzustellen, dass es noch nicht geöffnet hatte. Also haben wir uns am Nachmittag aufgemacht nach Kamakura zu fahren. Viele waren schon auf dem Rückweg, was gut war, weil der Strand dann nicht mehr so voll war. (Merke, beste Zeit ums ans Meer zu fahren so gegen 15:30 Uhr) An dem Tag gab es starken Wellengang. Ein gemütliches Schwimmen war somit nicht möglich. Aber wir hatten trotzdem unseren Spaß. Nur nicht mehr als wir uns aufmachten wieder nach nach Hause zu gehen und feststellen mussten, was uns die Wellen so alles in unsere Bikinis rein geschoben hatte. (Boah, kam da Sand raus und anderes Zeug.. o.O )



Und seit kurzem hängen auch meine geliebten Zikaden an den Bäumen und geben ihre Geräusche von sich.
Ich habe wirklich auf die Viecher gewartet. Ich mag sie. :3    Viele mögen sie nicht, weil sie echt unglaublich laut sind. Vielleicht schaffe ich ein kleines Video in den nächsten Tagen hochzuladen.


Mittwoch, 24. Juli 2013

Pachinko

Wird mal wieder Zeit hier einen Post nieder zuschreiben. 

Heute war ich mit Okaasan beim Pachinko. Es gibt da einen neuen Evangelion-Automaten und ich wollte sowieso einmal zum Pachinko gehen. Also zwei Fliegen mit einer Klappe. :D

Erklärungen :
Evangelion = Neon Genensis Evangelion, ein Anime den ich sehr gerne habe. (Hatte ich schon einmal darüber geschrieben? Wenn ja tut es mir leid! ;) )

Pachinko: Ein sehr weit verbreitetes Glücksspiel in Japan. Man findet es so gut wie überall in der Stadt und teilweise extrem häufig nah an einander. Also man sitzt auf'n Stuhl und hat diesen Pachinko-Automaten vor sich. Wenn man Geld rein schiebt kommen viele kleine silberne Kugeln in eine Art Auffangbecken. Ein wenig ist es im Automat aufgebaut wie ein Flipper (nur nicht waagerecht). Mit einem handgroßen Drehknopf kann man die Kugeln ins Feld schießen. Je nachdem wie stark man dreht fallen sie weit ins Spielfeld oder eben nicht. (Kennt ihr diesen kleinen Minispiele, wo man auch Kugeln ins Feld schießt und die müssen dann in ein bestimmtes Loch, was nicht so leicht ist, weil kleine Stäbe (oder ähnliches) die Kugeln in alle möglichen Richtungen fallen lassen. Mir fällt gerade kein Name dazu ein - Sorry).(Oder ist das auch Flipper??) Natürlich müssen die Pachinko-Kugeln auch in eine bestimmte Öffnung in der Mitte, was wie gesagt nicht einfach ist,wegen Stäben die die Kugeln woanders hinleiten. Die Automaten haben einen Bildschirm in der Mitte, wo kleine Geschichten, mit Gut vs Böses erzählt werden. Auf dem Bildschirm erscheint dann ab und zu das man die Kugeln zB nur auf die linke Seite schießen soll, oder einen Knopf drücken muss. Hintergrund ist der einen Bonus zu bekommen. Immer wieder kommen drei Zahlen und man muss versuchen dreimal dieselbe Zahl zu ergattern (wie beim einarmigen Banditen). Das erreicht man eben, mit den Knöpfe drücken und Auf dem Bildschirm achten und so. Wenn man dann einen Bonus hat, kommen - gefühlte- unendlich viele Kugeln in dieses Auffangbecken. Und im Spielfeld selber, öffnet sich zB 'ne kleine Klappe wo dann ganz viele Kugeln reinfallen. (Ja den Drehknopf muss man die ganze Zeit natürlich in dieser Stellung behalten, was auf dauer, bei einem Bonus schon nerven kann, weil AUA) Die vielen Kugeln die man während eines Bonus sammelt werden in einen extra Auffangbecken aufgefangen. Und darunter wartet eine kleine Box, wo man diese dann reinfallen lässt und sammelt. Wenn die Box voll ist, kann man einen Mitarbeiter kommen lassen, der einen hilft die Box auszutauschen. - Bloß keine Zeit verschwenden - Die vollen Boxen werden neben einem gesammelt.
Wenn man genug hat, kommt ein Mitarbeiter und nimmt die Boxen mit zu einer Waage/ einem Kugel-Zähler. (?) Naja einer Maschine wo die Kugeln reingeschüttet werden. Dann bekommt man einen Bon, mit den Wert der Kugeln und mit diesem geht man dann zur Kasse. An der Kasse wird der Bon gegen spezielle Karten eingetauscht. (irgendwo habe ich auch mal von Lippenstift gehört) Mit diesen Karten verlässt man dann die Pachinko-Halle. Und das war's... Haha, natürlich nicht. In der Nähe der Halle gibt es eine Kasse wo man dann diese Karten gegen Geld eintauschen kann. Glücksspiel ist offiziell nicht erlaubt und deswegen kann man die Kugeln nicht direkt gegen Geld umtauschen, sondern muss diesen Umweg nehmen.

So das zu meiner Pachinko Erklärung, hoffe man versteht es. Falls nicht schreiben oder wenn jemand ne bessere Erklärung schildern kann, bitte schreiben! :D

Nun zu meinem Eindruck. Es ist laut, echt extrem laut. Schon vorher wenn ich an einer Halle vorbei gelaufen bin und die Tür aufging, dann kamen Geräusche da raus, unglaublich. Leider hatte ich vergessen mir etwas für meine Ohren zu kaufen. :/  (Ich hatte einen Herren gesehen, der hatte sich diese Kugeln in die Ohren geschoben o.O ) Da man drinnen rauchen darf, ist es für absolute Nichtraucher nichts. Und die Automaten sind nichts für Leute mit Epilepsie. Es glitzert, leuchtet, flimmert. Schlimmer als die schlimmste Techno-Party.. Ich kann den Suchtfaktor verstehen, aber für mich werde ich da wohl keine Angst haben, das ich besessen werde. Dann doch lieber in die Spielhalle und Time Crises oder sowas spielen. ^^


Freitag, 31. Mai 2013

Fujisan

Mit meiner Schule haben wir einen Trip zum Fujisan gemacht. Meine Schule hat in der Nähe des Fujisans eine Jugendherberge, die sogar noch recht jung ist, ca. 5 Jahre. Dort sind wir dann mit den gesamten Klassen , der Sprachschule, hingefahren. Da ich den Fujisan total liebe, warum auch immer, habe ich mich besonders darauf gefreut. Als aber vor der Reise rum ging, das wir unsere Zimmermitbewohner nicht selber wählen können, hatten wir uns schon etwas Sorgen gemacht. Nicht viele können gut Englisch reden und unser Japanisch, also wir aus der 1. Klasse, ist halt noch nicht so gut.. Wie auch immer, einige sind zu diesem Trip auch nicht mitgefahren, aber aus anderen Gründen.

Wir hatten uns morgens um 9 Uhr getroffen. Es gab einen kleinen und einen großen Bus. Schon im Vorfeld haben einige davon geredet, sie wollen eine Trommel mitnehmen und im Bus singen und trommeln. Ich meinte darauf hin, dass sie dann gerne in den kleinen Bus gehen können, mit all den Personen die mitmachen wollen. (Ja, ich bin manchmal launisch und habe keine Lust auf dauer Getrommel..) So kam es dann auch. Die Trommel war im kleinen Bus und ich im Großen. Und wir konnten manchmal erkennen das im kleinen Bus kräftig getrommelt wurde, aus der Ferne lustig anzusehen. Im großen Bus hatten wir aber auch Spaß, erst musste man sich vorstellen und später haben einige noch Karaoke gesungen.
Im Lager angekommen haben wir dann erst mal gegrillt. Da ich nichts verstanden habe von der Ansage mit den Aufgaben, stand ich erst mal doof rum, was mir so gar nicht gefallen hat. (Wir wurden in drei Gruppen eingeteilt, gemischte Klassen) Eine Schülerin aus einer höheren Klasse meinte, es sei alles ok und ich soll mir keine Sorgen machen. Tatsächlich standen auch so viele ums Feuer herum, das es schwer war dort noch zu helfen.. Essen war aber lecker und wir hatten danach etwas Freizeit um unsere Zimmer zu beziehen. Das Nachmittag-Programm bestand aus Spielen und Abendbrot, dann kurz Freizeit und dann ging es ab zum Lagerfeuer wo auch wieder Spiele gespielt wurden. Dann wieder Freizeit wo wir die Zeit auch zum Duschen nutzen mussten, da um 22:30 Uhr Nachtruhe anstand. Es gab die Möglichkeit zu duschen mit einzelnen Duschkabinen, aber das Gebäude war draußen und ein wenig unheimlich am Abend. Und es gab ein größeres warmes Bad. Ich wollte unbedingt baden also habe ich mich dafür entschieden. Aber wir sind alles keine Japaner und das Bad war typisch japanisch. Heißt: Alle zusammen nackig in einem Raum wo Duscharmaturen in Sitzhöhe angebracht sind, passend dazu stehen die Hocker davor bereit um sich hinzusetzen, um sich vor dem Bad ergiebig zu waschen. Ich und zwei weitere Mädels haben extra gewartet um alleine drin zu sein. Aber es war trotzdem etwas komisch. Ich zeige mich nun mal nicht gerne nackt.. :/  Aber das Bad war echt angenehm. ^^
Und danach war natürlich keine Bettruhe. Einige Mädels sind zu den Jungs rüber gelaufen, einige haben sich in anderen Zimmer eingefunden um zu plauschen oder Karten zu spielen. Um ca. 00:30 Uhr sind die meisten dann aber wirklich ins Bett, wie auch ich. Aber um 5:30 Uhr war meine Nacht vorbei. Warum auch immer war ich plötzlich hellwach. Ich habe die Zeit genutzt um nach den Fujisan ausschau zu halten. Den konnte ich den Tag zuvor wegen zu vieler Wolken nicht sehen,wie immer..(Ich habe immer das Glück, an den Orten, wo man den Fujisan besonders gut sehen soll, eben diesen nicht sehen zu können..) Aber am morgen hatte er sich dann gezeigt im Morgennebel. Später auch in vollständiger Schönheit. Nach einem kurzem Morgenprogramm sind wir mit dem Bus aufgebrochen zum Fuji. Wir sind zur 5. Station - Kawaguchiko gefahren. Das ist eine totaler Touristenpunkt. Im Sommer starten viele von hier um auf den Gipfel zu steigen. Es gibt verschiedene Wege zum Gipfel und die verschiedenen Wege haben Stationen für Rast, Essen und Toilette. Und die, wo wir waren, ist die höchste Station die man mit den Bus erreichen kann. 2600 Meter, wenn ich es richtig im Kopf habe. Also muss man nur noch 1100 Meter in die Höhe für den Gipfel laufen. ;)
Da aber erst Mai ist, ist es nur  mit Genehmigung möglich den Berg zu besteigen. Aber das wollten wir mit der Klasse ja eh nicht, sondern von dort die Aussicht auf die Alpen und die Spitze des Fujisans genießen. Ich bin dann noch zum Shinto-Schrein gegangen und habe gebetet und zu Mittag haben wir dort auch gegessen.
Danach ging es dann wieder zurück zur Schule. Ich war so müde an dem Tag und wollte nur noch meine Ruhe haben.. Auch wenn es Spaß gemacht hat.

Übrigens plane ich den Fujisan im Sommer zu besteigen, aber nicht von dort wo ich mit meiner Klasse war sondern von einem anderen Punkt der weiter unten liegt, in ca. 1600 Meter. Erst will ich dort mit dem Bus hinfahren und dann soll das Abenteuer beginnen. Ich möchte diesen Weg nehmen, weil der andere ziemlich voll ist und ich nicht im Stau stehen möchte. (Ich habe gelesen, dass in Spitzenzeiten ca. 3000 Leute hinaufsteigen, pro Tag) Auch plane ich in der Nacht zu wandern um den Sonnenaufgang zu sehen. Ob ich es wirklich schaffe weiß ich nicht, aber versuchen möchte ich es. Meine Freundin ist nicht begeistert davon. Ich zwinge sie nicht mitzukommen und spreche die ganze Zeit davon, dass ICH hinauf möchte und nicht "wir beide zusammen". Aber sie denkt sie muss mit und hat so überhaupt keine Lust darauf. Und als ich ihr den Weg nannte den ich gehen möchte, kam noch weniger Verständnis rüber.. Ich meinte zu ihr sie kann gerne am Fuße des Fuji in einem Onsen auf mich warten. :)

Nagano, Onsen und die Affen

An einem Wochenende haben wir einen kleinen Trip gemacht nach Nagano. Einmal weil ich im Fernsehen die Schneeaffen gesehen habe und ich schon die ganze Zeit unbedingt mal "wilde" Affen sehen wollte. Und auch weil Okasan zu einem Friedhof dort gehen wollte. Also wir hin, Freundin, Mutter und Hund. Wir hatten tolles Wetter und auf den hinweg - der ca. 4 Stunden dauerte- konnten wir auch den Fuji sehen. ~mein Liebling! ^^

Als wir in Nagano waren, sind wir erst nach Matsumoto gefahren. (einer großen Stadt, wo es auch ein Schloss gibt, das ich diesmal aber nicht anschauen konnte) Dort haben wir dann einen Friedhof aufgesucht und am Grab eines Freundes der Mutter gebetet. Danach wollten wir eigentlich Soba essen gehen. Aber das Restaurant wo Freundin und Mutter unbedingt essen wollten, war geschlossen - Mittagspause. Also sind wir weiter gefahren zu unserem Hotel. (Soba hatten wir dann noch auf den Weg an einer Raststätte gegessen. Nagano ist unter anderem bekannt für's Skifahren. Dem entsprechend still und wenig Leute waren im Hotel. Sowieso war das Hotel sehr abgelegen. Aber das gute daran war, wir hatten somit die Onsen fast für uns alleine. :D   Also keine Versteckspiele mit meinen Tattoos ~puhh.
Ein Onsen war im Hotel, für das andere musste man durch den Garten laufen am Außenpool entlang (Im Pool haben sich so einige Kaulquappen nieder gelassen - selbst wenn ich gewollt hätte, wäre ich dort nicht schwimmen gegangen..)
Das Onsen war sehr idyllisches nah am Wald. Und die Quelle war direkt aus der Erde, also ohne weitere Zubereitung, wie zum Beispiel im Hotel. So toll!
Am Abend gab es dann ein 14 gängiges Menü mit japanischen Köstlichkeiten. Danach waren wir sooo voll, aber es war echt sooo lecker!
Am nächsten Tag ging es dann noch mal zum Onsen und nach dem leckeren Frühstück haben wir uns auf den Weg gemacht zu den Affen. Man musste einige hundert Meter Bergauf wandern zu den Affen und da Tiere verboten sind, sind Mutter und Hund unter geblieben.
Schon auf den Parkplatz hatte ich den ersten Affen entdeckt. Ich fand das so toll. (Ja ich erfreue mich an solchen Dingen ;) ) Rund um die Quelle auf den Berg waren dann natürlich noch viel mehr Affen. Auch viele jüngere, die gar  nicht so von den Eltern beschützt wurden, sind rum gewatschelt. In der Quelle saß leider kein Affe, es war einfach zu warm. Zumindest ist ein kleines beim spielen aus versehen rein geplumpst.  Viele Leute waren auch dort um die Affen zu bestaunen. Und ich habe mich gewundert, das alle sich an die Regeln halten und die Tiere nicht direkt ansprechen oder anfassen. Natürlich habe ich allgemein viele Fotos gemacht. Als ich dann genug hatte, war es auch schon Zeit wieder nach Yokohama zu fahren. Schließlich dauerte der Rückweg etwas und wir mussten ja am nächsten Tag zur Arbeit/ Schule.